5 eCommerce Trends für 2018

2016 steigerte sich der Online-Einzelhandel in Österreich auf einen neuen Rekordwert von 3.4 Milliarden Euro. 2017 wird dieser Wert erneut deutlich gesteigert werden. Derzeit beträgt der Anteil des Onlinehandels in Österreich laut Statista etwa 5%, auch hier ist die Tendenz stark steigend. Grund genug für uns, euch fünf der größten bzw. interessantesten eCommerce Trends für 2018 näher zu bringen.

1) Mobile Shopping

Vorbei die Zeiten, in denen Online Einkäufe strikt von zuhause über den PC oder das Notebook durchgeführt wurden. Knapp 84% aller 18 bis 39-jährigen in Österreich haben 2016 bereits mindestens einmal einen Einkauf mit ihrem Smartphone oder Tablet getätigt. Im Vergleich zu 55% nur drei Jahre zuvor bedeutet dies einen Anstieg von fast 30%, wie auch die nachfolgende Grafik von Statista zeigt.

Entwicklung Mobile Shopping

Insbesondere Kleidung, Blu-rays, CDs sowie Bücher und Elektronikartikel werden überdurchschnittlich oft über mobile Geräte bestellt. Und auch bereits 80% aller Webshops im deutschsprachigen Raum verfügen über eine responsiv optimierte Website oder eine mobile Website. Dies ist daher so wichtig, weil eine Website auch auf kleineren Displays dazu einladen soll, unterwegs zu suchen, zu schmökern und den Einkaufsprozess so leicht und einfach wie möglich zu gestalten.

Jene 20% der Onlineshops, welche im Jahr 2018 noch immer über keine mobil optimierte Website verfügen, werden wenig bis gar nicht mehr am Onlineumsatz mitnaschen können. Wenn du nicht zu dieser Minderheit gehören willst, erstellen wir dir gerne ein eCommerce Konzept für dein Geschäft. Außerdem beraten wir dich im Bezug auf die einzelnen Komponenten wie etwa Zahlungsmöglichkeiten, Versandoptionen und bauen natürlich auch deinen Webshop – entweder auf Basis von vordefinierten Templates oder eines individuellen Designs.

2) Schnelle Lieferzeiten

Online kaufen, im Geschäft abholen (Click & Collect). Käufe über Apps, Preissuchmaschinen oder Online-Marktplätze tätigen. Omnichannel ist im Online-Einzelhandel bereits seit über einem Jahrzehnt ein Trend der mittlerweile eigentlich zur Norm geworden ist. Auch die Technologie zieht laufend mit. So kannst du beispielsweise mit SyncSpider alle deine Plattformen (Onlineshop, ERP System, Preisvergleichsseiten, Online-Marktplätze usw.) kinderleicht miteinander synchronisieren und viel Zeit und Geld sparen.

Doch der Fokus vieler großer Onlinehändler liegt mittlerweile bei der Liefergeschwindigkeit. Denn über 90% aller Kunden wünschen sich eine Lieferung ihrer Bestellung innerhalb von 24 Stunden. Einige größere Onlineshops setzen daher schon seit längerer Zeit bewusst auf diese Art von Expresslieferung, darunter Amazon Prime, Zalando, Neckermann oder Conrad. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist es besonders wichtig, dass auch die Bestellungen von (Zu-)Spätkäufern noch rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegen können.

Noch schneller als die Expresslieferung ist die so genannte Same-Day-Delivery. Diese wird in Österreich u.a. auch bei Mediamarkt angeboten. Wenn man in einem bestimmten Radius rund um die betroffene Filiale liegt, kann man sich alle im Onlineshop gekauften Artikel gegen einen Aufpreis noch am selben Tag direkt vor die Haustüre liefern lassen. Die nochmals schnellere 3-Stunden-Sofortlieferung wird derzeit nur in ausgewählten Filialen in größeren österreichischen Städten angeboten. Wer also 2018 in seinem Onlineshop weiterhin Lieferzeiten von 3-5 Tagen anbietet, wird aller Voraussicht nach (noch) mehr Volumen an jene Shops verlieren, bei denen der Lieferprozess blitzschnell abgewickelt wird.

3) Chatbots und Künstliche Intelligenz (KI / AI)

Viele von euch haben es sicher schon mindestens einmal erlebt. Man besucht einen Webshop (oder auch eine Website) und nach wenigen Sekunden oder Klicks öffnet sich ein Chatfenster (zumeist am unteren Bildschirmrand) mit einer höflichen Frage nach Unterstützung beim Einkauf. Dahinter stecken nicht etwa besonders fleißige Mitarbeiter aus dem Kundensupport, sondern so genannte Chatbots.

Diese Chatbots gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: einfach (hier steht nur eine vordefinierte Anzahl von Antwortmöglichkeiten zur Verfügung) und mit künstlicher Intelligenz bestückt. Letztere  können eingetippte Antworten interpretieren und lernen auch ständig dazu (“Machine Learning”). Einen dieser intelligenten Shopbots verwendet beispielsweise eBay in den USA. Der sogenannte eBay ShopBot ist mit nur einem Klick bzw. mit der Freigabe direkt in den Facebook Messenger eingebunden. Basierend auf den eigenen Einkaufswünschen macht der ShopBot laufend (verbesserte) Vorschläge für passende Produkte, welche am Ende der Interaktion mit nur einem Klick in den Warenkorb gelegt und gekauft werden können.  

eBay ShopBot

Besonders praktisch sind Chatbots auch für Menschen, welche ungern mit anderen Menschen interagieren, aber dennoch beraten werden wollen. Denn gemäß einer Studie sind dies fast unglaubliche 48% aller Onlineshopper weltweit. Natürlich merkt sich der Chatbot auch die eigenen Einkäufe und Interessen und bietet auf dieser Basis in regelmäßigen Abständen interessante neue und spezielle Produkte an. Die Erfolgswahrscheinlichkeit dieser Angebote ist dementsprechend signifikant höher als bei normalen Newslettern oder Werbebannern. Big data lässt grüßen.

4) Voice Shopping

Siri, Alexa, Cortana, Google Home (Anm.: Googles Sprachassistent hat wirklich keinen eigenen Namen). Viele von euch haben wohl bereits einen oder sogar mehrere der vorher genannten Sprachassistenten im Wohnzimmer stehen oder am Smartphone. Sie sind nicht nur dafür geeignet, das Licht an- und auszuschalten oder als glorifizierter Timer zu dienen. Wenn man etwa bei Amazon die entsprechende Option aktiviert hat, kann man per Sprachkommando gegenüber Alexa auch direkt Einkäufe tätigen.

Wer seine Produkte also beispielsweise bei Amazon oder Google Shopping vertreibt, muss seine Produktbeschreibungen daher in Zukunft sowohl inhaltlich als auch strukturell auf Basis der geänderten Grundbedingungen durch die Möglichkeiten der Sprachsuche optimieren. Denn im Gegensatz zur gewöhnlichen Textsuche bei Google oder in einem Onlineshop, welche zumeist aus 1-3 Wörtern besteht, werden die Suchanfragen bei Sprachassistenten häufiger in ganzen Suchphrasen mit einer Länge von 5-7 Wörtern gestellt. Dies zeigt auch die nachfolgende Grafik.  

Anzahl der Wörter bei Sprachsuche

In den USA nutzen bereits zwei von fünf Erwachsenen zumindest einmal täglich die Dienste des Sprachassistenten ihres Vertrauens. Diverse US-amerikanische Zukunftsforscher erwarten sogar, dass im Jahre 2020 bereits 50% aller Suchanfragen weltweit nicht mehr per Texteingabe auf PC oder Smartphone sondern per Sprachsuche durchgeführt werden. Daher sind Sprachassistenten de facto einer der heißesten eCommerce Trends für 2018 und die nachfolgenden Jahre. 

5) Nischenmarketing

Egal ob Fair Trade Kleidung aus dem brasilianischen Regenwald oder Überlebensausrüstungen für alle erdenklichen Katastrophen. Egal ob organisches Badesalz aus Afrika oder pflegendes Bartöl für Männer mit Schnurrbärten. Die Kreativität im Bezug auf Nischenprodukte kennt kaum noch Grenzen. Für quasi jede Anforderung und jeden persönlichen Geschmack gibt es eigene Produkte und Dienstleistungen, welche sich vom Mainstream abheben und somit die (zumeist stark vorhandene) Individualität der Käufer bestärken.

Dank diverser Keywordtools und Seiten wie Google Trends oder Trendwatching.com kann beinahe jeder Mensch mit einem besonderen Talent oder Zugang zu einem Nischenprodukt den idealen Markt zum Vertrieb von besonderen Produkten finden. Und dank der vielen ShopCMS-Systemen wie Magento, WooCommerce, Shopify oder Lightspeed ist es mittlerweile auch kinderleicht, sich die notwendige Onlineshoppräsenz dazu aufzubauen. Du hast eine besondere oder ausgefallene Idee? Wir stehen dir gerne mit Rat und Tat zur Wahl des richtigen Onlineshopsystems zur Verfügung. Übrigens: auch die Erstellung von wunderschönem selbst erzeugtem Content und Contentblöcken in den eher behäbigen ShopCMS-Editoren ist dank DragDropr kein Problem mehr.  

Zusammenfassung eCommerce Trends 2018

Wer nur „mobile first“ denkt, ist 2018 zwar noch auf der sicheren Seite und weiter als die meisten anderen.  Man wird jedoch trotzdem ein signifikantes Stück des eCommerce-Kuchens an noch innovativere Shops und Stores verlieren. Denn wie vorher beschrieben müssen auch die Rahmenbedingungen wie etwa Lieferzeiten passen. ChatBots wie eBays ShopBot übernehmen die Funktion eines stets dazulernenden und kostenlosen Kundenberaters. Sprachassistenten wie Amazons Alexa wissen aufgrund der eigenen Kaufhistorie teilweise schon besser als man selber, was man für den Haushalt benötigt. Und Nischenmärkte waren früher dafür da, ausgefallene Wünsche zu erfüllen und long-tail-Bedürfnisse zu befriedigen, werden jedoch im Jahr 2018 mehr Umsätze als je zuvor abwerfen. 

  • Was denkt ihr über diese fünf vorgestellten Trends?
  • Haben wir einen fundamentalen Trend vergessen?
  • Habt ihr schon einmal in einem Onlineshop über einen Sprachassistenten oder einen ChatBot bestellt?

Wir sind auf euer Feedback und eure Erfahrungen gespannt. 


Quellenverzeichnis:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/207390/umfrage/verteilung-von-alter-und-geschlecht-bei-mobilen-einkaeufern/
https://de.statista.com/themen/2875/e-commerce-in-oesterreich/
http://red.mediamarkt.at/sofortlieferung3.html
https://www.divvit.com/blog/6-ecommerce-trends-2018
https://www.campaignlive.co.uk/article/just-say-it-future-search-voice-personal-digital-assistants/1392459
https://www.branded3.com/blog/google-voice-search-stats-growth-trends/

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